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Zwei Welten, ein Erlebnis: Die Kunst des hybriden Eventformats in der Schweiz

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Zwei Welten, ein Erlebnis: Die Kunst des hybriden Eventformats in der Schweiz

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Die Pandemiejahre haben die Eventbranche nachhaltig verändert – und das nicht nur in negativer Hinsicht. Was als erzwungene Anpassung begann, hat sich zu einer der dynamischsten Entwicklungen im Bereich der Unternehmenskommunikation gewandelt: das Hybrid-Event. In der Schweiz, einem Land, das Präzision und Innovation gleichermaßen schätzt, hat dieses Format besonders fruchtbaren Boden gefunden.

Doch ein gelungenes Hybrid-Event ist weit mehr als eine Veranstaltung mit zugeschalteten Bildschirmen. Es erfordert eine durchdachte Konzeption, die beiden Teilnehmergruppen – jenen vor Ort und jenen am Bildschirm – ein gleichwertiges, emotional resonantes Erlebnis bietet.

Was ein Hybrid-Event wirklich ausmacht

Zunächst lohnt es sich, einen weit verbreiteten Irrtum auszuräumen: Ein Hybrid-Event ist kein physisches Event, das nebenbei gestreamt wird. Diese Verwechslung ist die häufigste Ursache für enttäuschte Remote-Teilnehmende und verpasste Potenziale.

Ein echtes Hybrid-Format behandelt beide Teilnehmergruppen als gleichberechtigte Zielgruppen mit je eigenen Bedürfnissen. Das bedeutet: separate Moderation für digitale Kanäle, interaktive Tools wie Live-Umfragen, Q&A-Funktionen und virtuelle Networking-Räume sowie eine Dramaturgie, die bewusst zwischen den Welten wechselt.

Schweizer Unternehmen wie ABB oder Zurich Insurance haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass dieser Ansatz skalierbar ist – von internen Townhall-Meetings mit wenigen Hundert Teilnehmenden bis hin zu internationalen Konferenzen mit mehreren Tausend Verbindungen gleichzeitig.

Technische Infrastruktur als Fundament

Die technische Basis eines Hybrid-Events ist nicht glamourös, aber entscheidend. In der Schweiz profitieren Veranstaltende von einer exzellenten digitalen Infrastruktur – stabilen Glasfaserverbindungen, modernen Kongresszentren in Zürich, Genf, Basel und Bern sowie einem wachsenden Ökosystem an spezialisierten Technologieanbietern.

Folgende technische Elemente gelten als unverzichtbar:

Besonders zu beachten: Die Zeitzonendifferenz. Bei internationalen Hybrid-Events aus der Schweiz – etwa mit Teilnehmenden aus Nordamerika oder Asien – muss die Agenda sorgfältig auf globale Erreichbarkeit ausgerichtet werden.

Engagement-Strategien für Remote-Teilnehmende

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Technik, sondern in der Aufmerksamkeit. Remote-Teilnehmende sind ablenkungsreicher Umgebung ausgesetzt: E-Mails, Benachrichtigungen, der Kühlschrank. Die Dramaturgie eines Hybrid-Events muss dieser Realität Rechnung tragen.

Bewährte Methoden umfassen:

Kürzere Blöcke, mehr Interaktion. Während physische Teilnehmende einem 45-minütigen Vortrag problemlos folgen können, empfehlen Eventpsychologinnen und -psychologen für digitale Formate Einheiten von maximal 20 bis 25 Minuten, unterbrochen von interaktiven Momenten.

Dedizierte digitale Moderatoren. Eine Person auf der Bühne kann nicht gleichzeitig den Chat beobachten, Fragen sortieren und das Publikum vor Ort ansprechen. Ein eigener Host für den digitalen Kanal ist keine Luxus-, sondern eine Grundausstattung.

Virtuelle Networking-Räume. Tools wie Gather.town oder Kumospace ermöglichen spontane Begegnungen zwischen Remote-Teilnehmenden – ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird, aber entscheidend für das Gemeinschaftsgefühl ist.

Fallbeispiel: Hybride Jahreskonferenz eines Zürcher Finanzunternehmens

Ein Zürcher Vermögensverwaltungsunternehmen stand vor der Aufgabe, seine jährliche Kundenkonferenz für rund 300 Personen vor Ort im Kongresshaus Zürich sowie 500 internationale Kundinnen und Kunden digital erlebbar zu machen.

Die Lösung: Zwei parallele Regieteams koordinierten physische Bühne und digitalen Kanal. Keynotes wurden simultan übersetzt und mit Untertiteln versehen. Breakout-Sessions fanden sowohl in physischen Räumen als auch in virtuellen Lounges statt, wobei gemischte Gruppen – je ein Drittel physisch, zwei Drittel digital – gezielt zusammengestellt wurden.

Das Ergebnis war bemerkenswert: Die Zufriedenheitswerte der Remote-Teilnehmenden übertrafen jene der Vorjahresveranstaltung (rein physisch) um 18 Prozentpunkte.

Nachhaltigkeit als zusätzliches Argument

Hybrid-Events bieten neben ihrer Flexibilität einen weiteren Vorteil, der im Schweizer Unternehmenskontext zunehmend an Bedeutung gewinnt: Sie reduzieren den CO₂-Fußabdruck erheblich. Weniger Flugreisen, weniger Hotelübernachtungen, kleinere Veranstaltungsflächen – all das trägt zu messbaren Einsparungen bei, die in Nachhaltigkeitsberichten dokumentiert werden können.

Für Unternehmen, die ihre ESG-Ziele ernst nehmen, ist das Hybrid-Format damit nicht nur eine logistische, sondern auch eine strategische Entscheidung.

Fazit: Planung als Schlüssel zum Erfolg

Ein Hybrid-Event gelingt nicht durch gute Absichten, sondern durch präzise Planung. Wer beide Zielgruppen wirklich abholen will, muss das Format von Grund auf hybrid denken – in der Konzeption, in der Technik und in der Moderation. Die Schweiz bietet dafür hervorragende Voraussetzungen: erstklassige Infrastruktur, erfahrene Dienstleister und eine Unternehmenskultur, die Qualität als selbstverständlich betrachtet.

EventSwiss begleitet Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Hybrid-Events, die beide Welten nicht nur verbinden, sondern zu einem kohärenten Erlebnis verschmelzen lassen.

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